Lukas Buchli - Professional Mountainbiker

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Dec 24 Sakuls drittes Lebenszeitalter

Was bisher geschah
Es lebte einmal in einem fast freien Land ein Bursche namens Sakul. Noch im letzten Jahrtausend geboren wuchs er unbekümmert in einer grossen Familie auf. Er hatte Brüder zum Spielen und viel Fantasie im Kopf. Seine Eltern hatten einen Bauernhof und so gab es für Sakul immer viel zu bestaunen und zu helfen. Er packte fleissig mit an, lieber aber vergass er sich in der Natur. Eines Tages bekam Sakul Bauchweh und er musste in die ferne Stadt in eine Heilstätte. Es war im selben Jahre, wo nach hundertjährigem Kampf auch im letzten Teil dieses Landes die Frauen ihr Stimmrecht erhielten. Dort lernte er ein neues Leben kennen. Eines von weissen Kitteln und lustigem Pflegepersonal. Sein Bauch wurde aufgeschlitzt und ein blinder Darm entfernt. Gleichzeitig pflanzten die Götter in Weiss ihm einen Virus ein, welchen ihn nach seiner Schulzeit aus seinem Tale ins Arbeitsleben am Patientenbett brachte. Die Wurzeln aber blieben stark und gaben ihm halt. Das Einzige was Sakul in der beginnenden Zeit seines zweiten Lebenszeitalters fehlte, war die Natur und Bewegung. Das war die Stunde, wo er sich sein erstes Vélocipède zulegte. Sakul fand darauf Freiheitsgefühle und Ausgleich… und er wurde immer schnellfüssiger. Er entdeckte damit neue Gegenden und die Freude am Leiden. Die Arbeit im Spital wurde weniger und eines Tages hörte er ganz damit auf. Mutig und mit viel Vertrauen stürzte er sich in sein drittes Lebenszeitalter und schon bald gehörte er zu den Besten seines Sports.


Das dritte Lebenszeitalter

Aus diesem Zeitalter ist einiges überliefert. Grosse Erfolge, verrückte Geschichten, Balance, Fight, Emotion. Über 20 Siege an internationalen Rennen, Sechs Schweizermeisterschaftsmedaillen, fünf Platzierungen unter den ersten 11 an Weltmeisterschaften, Siege an Transalp und Swiss Epic.
Sakul stellte sich mit seinem Tun einer kleinen Öffentlichkeit. Seine Berichte erreichten Reichweiten von bis zu fünftausend Klicks und mehr. Sein Rücktrittsvideo sogar über fünfzehntausend. Einmal soll er eine Rede am Tage der Nation gesprochen haben. Es wird erzählt, er habe über die Wichtigkeit von Wurzeln im Sport wie im Leben philosophiert und er fand, dass den Entwurzelten Boden zur Verfügung gestellt werden sollte, der das Schlagen von neuen Wurzeln ermöglichen kann. Einmal fuhr er ein Rennen mit grossen Schmerzen, da er sich kurz davor drei Rippen gebrochen hatte. Es resultierte ein dritter Rang und die Gewissheit, dass die körperlichen Grenzen verschoben werden können.
Sakuls Freiheitsdrang findet man auch in seinem dritten Lebenszeitalter. Er bewegte sich auch deshalb zu Trainingszwecken in den USA und mit seinem Wohnmobil in halb Europa. Was bedeutet Freiheit? Wie kann man sie bewahren? Wo kann man sie finden? Fragen, die sich Sakul immer wieder stellte. Gerne philosophierte Sakul auch über die Angst. Er soll geäussert haben, dass Angst im Sport wie im Leben ein schlechter Ratgeber sei. Wie hätte er denn erfolgreich sein können, hätte er Angst gehabt vor Neuem? Wie hätte er denn Siegen können, wenn er Angst vor dem Versagen gehabt hätte? Wie hätte er Teamrennen bestreiten können, mit Misstrauen in seine Partner? Wie hätte er Neues ausprobieren können, wenn er Angst vor dem Fremden gehabt hätte? Je mehr verstanden werde, desto mehr schwinde die Angst und weiche dem nötigen Respekt.
In den Recherchen über Sakuls drittes Lebenszeitalter stösst man auch auf seine Lieblingslieder. Aus einem davon stammt eine Aussage, die er immer mal wieder selbst zum Besten gegeben haben soll. „Ich habe keine Angst. Höchstens ein Bisschen Angst vor der Angst von den Menschen vor den Menschen.“
Sakul war sich seiner Verantwortung gegenüber seinen Lesern durchaus bewusst. Er blieb beim Sport, zeigte Hintergründe auf und spann ab und an ein Band zum Leben. Seine Berichterstattungen auf seiner Homepage endeten am Ende seines dritten Lebenszeitalters zu Weihnachten im internationalen Jahr des Bodens.

Wenn über Sakul berichtet wird, darf die Liebe nicht fehlen. Sakul durfte sich durchaus als Glücksbursche bezeichnen. Kurz nach der mystischen Nacht der Jahrtausendwende fand der noch junge Sakul eine noch jüngere Frau. Anel. Für ihn war sie mit Abstand das schönste, liebeswerteste, lustigste weibliche Wesen im abgeschiedenen Tal. Wenn er sich wieder einmal in seinen Fantasien verlor, war sie es, die ihm Boden gab. Wenn ihm seine Erfolge zu entwurzeln drohten, war sie es, die ihm den Hut, äh, die Krone schnitt. Wenn er die Balance zu verlieren glaubte, war sie es, die ihm zur Seite stand.

Man hörte noch ein paar Jahre von seinen sportlichen Erfolgen, aber schon ganz bald wurden sie vergessen. Die Art und Weise wie er zu seinen Erfolgen kam, welche Philosophie dahinter steckte, seine Geschichten und Parallelen, auch die verblassten. Es ist überliefert, dass es einige Menschen gab, welche die Karriere von Sakul nur deshalb verfolgt hatten, weil seine Berichte nicht nur von Ranglisten und Abschnittszeiten lebten. Deshalb werden auch die Recherchen über Sakuls drittes Lebenszeitalter mit einem seiner Zitate beendet: „Wehret der Angst! Sie ist mehr als unbegründet. Hier in diesen freien Ländern, mit unseren guten Wurzeln, auch im Jahre zwanzig sechzehn.“

Vorschau aufs vierte Lebenszeitalter
Seine Facebook Fanseite nahm er mit ins vierte Lebenszeitalter und er fütterte sie mit Bildern aus Testfahrten von Prototypen der Marken BiXS und WHEELER. Ansonsten aber verabschiedete sich Sakul mehrheitlich aus dem öffentlichen Leben. Verraten soll sein, dass das alte Virus wieder ausbrach und er sich in einem Spital anstellen liess.

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